Güstritz

SateminGüstritz liegt etwa fünf Kilometer südwestlich von Lüchow und wurde 1394 als Gustrytze (evt. nach dravänopolabisch gäustar "Eidechse") erwähnt. Es bestand ursprünglich aus fünf Vollhufen, vergrößerte sich aber mit dem Zuzug der Bauern aus dem aufgegebenen Dorf Brese. Dies wird zuletzt in 14. Jahrhundert erwähnt, danach erinnert nur noch der Flurname Brese an das aufgegebene Dorf. Mit den Breser Bewohnern umfasste Güstritz nunmehr zehn Vollhufe, mit den Ur-Güstritzern im nördlichen Halbrund, den Breser Hinzukömmlingen im südlichen.

Interessanterweise gehörten Brese und Güstritz zu unterschiedlichen Kirchspielen - Güstritz zu Satemin, während die  Breser nach Wustrow gingen. Es gab auch stets zwei Dorfschulzen, die ihre Häuser jeweils in der anderen Hälfte des Runds hatten.

Seit dem Dorfbrand 1851 (ein Jahr nur nach dem im benachbarten Satemin) besteht Güstritz vorwiegend aus Hallenhäusern in Vierständerbauweise, aber es gibt einen sehenswerten Dreiständer von 1716 und einen alten Vierständer von 1762. 

Man fand bei archäologischen Grabungen einen wendischen Begräbnisplatz aus dem zwölften Jahrhundert einen Kilometer weiter nördlich, nach wendischer Tradition höher gelegen als das Dorf.

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