Meuchefitz

Meuchefitz Meuchefitz, etwa zwei Kilometer südlich der B493 auf Höhe von Küsten gelegen, ist ein malerisches kleines Dorf inmitten von Feldern, mit einem unberührten Teich und einem alten Eichenwäldchen. Der Teich ist zwar in privater Hand, steht Spaziergängern jedoch offen; an ihm vorbei geht es in die Felder.

Direkt am Straßenrand steht der exponierte alte Landgasthof, der seit Ende der Siebziger zum Treffpunkt der alternativen Szene im Wendland wurde. 1984 abgebrannt, wurde er seitdem im Fachwerkstil wieder aufgebaut. Auch heute noch finden in ihm Vorträge, Diskussionen, Filme zur kritischen Auseinandersetzung mit den heutigen Lebensverhältnissen statt, und natürlich zu den Castortransporten. Jeden Donnerstag ist die Kneipe geöffnet.

Etwas zurückgesetzt liegt der alte, gut erhaltene Rundling, in dem sich noch drei Häuser mit sichtbarem Fachwerk befinden. Im Rundling liegt die Dorfquelle, der der Gühlitzer Bach entspringt. Es ist überliefert, dass die Gühlitzer ihre Toten im Bach fahrend zum Friedhof in Meuchefitz brachten, und das Totengeleit lief am Ufer.

Teich in Meuchefitz Am südlichen Dorfrand steht eine alte, relativ große Feldsteinkirche mit einem rundem Chor, in der ein barocker Taufengel zu sehen ist. Auch hier steht die Kirche wieder einmal außerhalb des Ortes, und um sie herum der Friedhof. Links neben ihrer Eingangstür findet sich die 'Teufelsfratze', ein heidnischer Kultstein zur Abwehr böser Dämonen.

Meuchefitz, aus dem Slawischen, bedeutete soviel wie Sitz des Mych.

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